Kurzanleitung: So senken Sie Durchlaufzeiten mit Regalkennzeichnung in 7 Schritten
- Ist-Zustand analysieren: Erfassen Sie aktuelle Suchzeiten und Materialflüsse in Ihrem Lager systematisch.
- Kennzeichnungssystem festlegen: Wählen Sie ein einheitliches System aus Zahlen, Buchstaben oder Farbcodes.
- Lagerplatzvergabe strukturieren: Ordnen Sie jedem Regal, Behälter und Stellplatz eine eindeutige Kennung zu.
- Materialien auswählen: Entscheiden Sie sich für strapazierfähige Etiketten – ORGATEX bietet gabelstaplerfeste Lösungen für industrielle Umgebungen.
- Schilderpositionierung planen: Bringen Sie Kennzeichnungen auf Augenhöhe und in Scanner-Reichweite an.
- Mitarbeitende schulen: Vermitteln Sie Ihrem Team das neue System und dessen Vorteile.
- Kontrolle und Pflege etablieren: Überprüfen Sie Etiketten regelmäßig und tauschen Sie beschädigte Kennzeichnungen umgehend aus.
So senken Sie mit standardisierter Regalkennzeichnung die Durchlaufzeiten im Lager
1. Ist-Zustand analysieren
Bevor Sie Ihr Kennzeichnungssystem optimieren, brauchen Sie einen klaren Überblick über den aktuellen Materialfluss. Messen Sie, wie lange Ihre Mitarbeitenden durchschnittlich für das Auffinden von Artikeln benötigen.
Dokumentieren Sie dabei auch Wartezeiten zwischen Prozessschritten. Eine Materialflussanalyse macht sichtbar, wo Zeit verloren geht – oft an Stellen, die im Tagesgeschäft unbemerkt bleiben.
Experten zeigen, dass sich Durchlaufzeiten durch solche Analysen um 20 bis 50 Prozent reduzieren lassen, häufig ohne große Investitionen.
2. Kennzeichnungssystem festlegen
Ein durchdachtes Kennzeichnungssystem bildet das Fundament für schnelle Zugriffe. Sie haben die Wahl zwischen alphanumerischen Codes (etwa A1, B2), Farbcodierungen oder einer Kombination aus beiden.
Alphanumerische Systeme ermöglichen eine strukturierte Organisation und schnelle Identifikation. Farbcodes hingegen schaffen visuelle Orientierungspunkte, die Ihr Team sofort erfasst.
Halten Sie die Codes kurz und einprägsam. Vier bis sechs Zeichen pro Lagerplatz sind optimal. So verirrt sich niemand mehr im Lager.
3. Lagerplatzvergabe strukturieren
Vergeben Sie jedem Stellplatz eine eindeutige Kennung, die Gang, Regal und Ebene enthält. Beginnen Sie die Nummerierung an der Vorderseite des Lagers und arbeiten Sie sich systematisch nach hinten vor.
Platzieren Sie schnelldrehende Artikel in gut erreichbaren Zonen. Diese Strategie reduziert Laufwege und beschleunigt die Kommissionierung spürbar.
Lassen Sie in Ihrer Nummerierung Lücken für spätere Erweiterungen. So können Sie neue Regalplätze hinzufügen, ohne das gesamte System umzustellen.
4. Materialien auswählen
Die Wahl des richtigen Etikettenmaterials entscheidet über die Langlebigkeit Ihres Kennzeichnungssystems. In feuchten Umgebungen eignen sich BOPP- oder Vinyl-Etiketten. Für Kühllagerbereiche greifen Sie zu Polypropylen.
Für industrielle Umgebungen mit Gabelstaplerverkehr brauchen Sie besonders robuste Lösungen. Bodenmarkierungen müssen hohen mechanischen Belastungen standhalten.
Ablösbare Etiketten bieten Flexibilität bei häufigen Umstellungen. Permanente Kennzeichnungen halten länger an festen Stellplätzen.
5. Schilderpositionierung planen
Platzieren Sie Etiketten dort, wo Ihre Mitarbeitenden sie im Arbeitsfluss sofort erfassen können. Die optimale Position liegt auf Augenhöhe oder leicht darüber.
Verwenden Sie große, fette Schriften und kontrastreiche Farbkombinationen wie Schwarz auf Gelb. So bleiben die Kennzeichnungen auch aus mehreren Metern Entfernung lesbar.
Bei hohen Hallen bieten Hängeschilder mit geneigter Montage eine Alternative. Diese sind von unten besser erkennbar und werden nicht durch Gabelstapler abgenutzt.
6. Mitarbeitende schulen
Ein Kennzeichnungssystem wirkt nur, wenn Ihr Team es versteht und nutzt. Erklären Sie die Logik hinter den Codes und zeigen Sie, wie schnell sich Artikel damit finden lassen.
Neue Mitarbeitende lernen durch ein klares System deutlich schneller, wo welche Artikel lagern. Das verkürzt die Einarbeitungszeit und reduziert Fehler von Anfang an.
Holen Sie Feedback ein und passen Sie das System bei Bedarf an. Ihre Mitarbeitenden kennen die Abläufe am besten.
7. Kontrolle und Pflege etablieren
Überprüfen Sie Ihre Kennzeichnungen mindestens einmal im Monat auf Beschädigungen oder Verblassen. Unleserliche Etiketten führen zu Suchzeiten und Fehlern.
Tauschen Sie beschädigte Schilder umgehend aus. Ein kleines Zeitinvestment in die Pflege spart langfristig viele Stunden bei der Artikelsuche.
Dokumentieren Sie Änderungen im System und informieren Sie Ihr Team darüber. So bleibt die Ordnung dauerhaft erhalten.
Welche Rolle spielt die 5S-Methodik bei der Lagerkennzeichnung?
Die 5S-Methodik aus dem Lean Management liefert einen bewährten Rahmen für die Implementierung von Kennzeichnungssystemen. Sie umfasst die Schritte Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin.
Im Kontext der Lagerkennzeichnung bedeutet Systematisieren, dass jeder Artikel seinen festen Platz bekommt. Die Kennzeichnung macht diesen Platz für alle sichtbar und nachvollziehbar.
Standardisieren sorgt dafür, dass Ihr Kennzeichnungssystem einheitlich im gesamten Lager angewendet wird. Ohne diesen Schritt entstehen Insellösungen, die den Materialfluss behindern.
Wie verbessert Rückverfolgbarkeit die Bestandsgenauigkeit?
Eine eindeutige Stellplatzkennzeichnung bildet die Grundlage für lückenlose Rückverfolgbarkeit. Jeder Artikel lässt sich einem konkreten Lagerort zuordnen – vom Wareneingang bis zum Versand.
Diese Transparenz reduziert Bestandsabweichungen deutlich. Wenn Ihre Mitarbeitenden Artikel immer am richtigen Platz einlagern und entnehmen, stimmen physischer und digitaler Bestand überein.
Bei Rückrufaktionen oder Qualitätsprüfungen finden Sie betroffene Chargen schnell und zuverlässig. Das minimiert Risiken und beschleunigt Reaktionszeiten.
Wie ORGATEX Sie bei der Optimierung Ihrer Lagerkennzeichnung unterstützt
ORGATEX entwickelt seit über 50 Jahren praxiserprobte Kennzeichnungslösungen für Produktion und Logistik. Als europäischer Marktführer für Visual Lean Management verstehen wir die Anforderungen industrieller Umgebungen.
Unsere gabelstaplerfesten Bodenmarkierungen mit einer Klebkraft von 27 N/cm halten auch intensiver Beanspruchung stand. Magnetische Schilder und Hängebeschilderungen ergänzen das Sortiment für flexible Anforderungen.
Wir wollen nichts weniger als gemeinsam mit Ihnen die Zukunft der Intralogistik gestalten. Treffen Sie uns auf einer der zahlreichen Messen und lassen Sie uns persönlich über Ihre Anforderungen und Ziele sprechen.
FAQs zu Lagerkennzeichnungssystemen
Wie schnell amortisiert sich ein professionelles Kennzeichnungssystem?
Die Investition rechnet sich oft innerhalb weniger Monate. Durch reduzierte Suchzeiten und weniger Kommissionierfehler steigt die Produktivität Ihres Teams messbar. ORGATEX unterstützt Sie bei der Planung mit kostenloser Beratung.
Welche Kennzeichnungsmethode eignet sich für Kühllagerbereiche?
Polypropylen-Etiketten bewähren sich in Umgebungen mit starken Temperaturschwankungen. Sie bleiben auch bei Minusgraden lesbar und haften zuverlässig. ORGATEX bietet spezielle Lösungen für diese Anforderungen.
Wie integriere ich Kennzeichnungen in mein Lagerverwaltungssystem?
Barcodierte Etiketten lassen sich direkt mit Ihrer Software verknüpfen. Beim Scannen wird der Lagerplatz automatisch erfasst und verbucht. ORGATEX fertigt Kennzeichnungen nach Ihren individuellen Systemanforderungen.
Wie oft sollte ich Regaletiketten auf Beschädigungen prüfen?
Eine monatliche Kontrolle reicht in den meisten Lagern aus. In Bereichen mit starker mechanischer Belastung empfehlen sich kürzere Intervalle. Beschädigte Etiketten sollten Sie sofort austauschen.
Was unterscheidet magnetische von selbstklebenden Kennzeichnungen?
Magnetische Lösungen ermöglichen schnelles Umpositionieren ohne Rückstände. Selbstklebende Etiketten haften dauerhafter, eignen sich also für feste Stellplätze. ORGATEX berät Sie, welche Variante zu Ihrem Anwendungsfall passt.
