Professionelle Regalkennzeichnung in Deutschland

 

Wenn Kommissionierende im Hochregallager drei Minuten pro Pick mit der Suche nach dem richtigen Stellplatz verlieren, summieren sich diese Verluste über eine Schicht auf mehrere Stunden. Eine strukturierte Regalkennzeichnung schafft die Basis, um Suchzeiten, Fehlplatzierungen und Inventurdifferenzen in mehrstufigen Lagerstrukturen zu reduzieren.

Dieser Leitfaden richtet sich an Logistikverantwortliche und Lagerverantwortliche in deutschen KMU und Logistikzentren. Sie erfahren, wie Sie ein Kennzeichnungssystem von der Adressierung bis zur Ebenen- und Fachkennzeichnung aufbauen, welche Normen relevant sind und welche Materialien sich in der Praxis bewähren. ORGATEX begleitet diesen Aufbau als Praxispartner mit Lösungen direkt am Ort der Wertschöpfung.


Was bedeutet Regalkennzeichnung in mehrstufigen Lagerstrukturen?

Regalkennzeichnung bezeichnet die systematische Beschriftung von Regalreihen, Regalfeldern, Ebenen und einzelnen Stellplätzen. In mehrstufigen Lagerstrukturen, also Lagern mit Fachbodenregalen, Palettenregalen oder Hochregalen über mehrere Ebenen, wird diese Kennzeichnung zur operativen Notwendigkeit.

Ohne eindeutige Stellplatzadressen fehlt die Verbindung zwischen dem physischen Ort im Regal und dem Datensatz im WMS oder ERP-System. Die Folge in der Praxis: Kommissionierende fahren falsche Gänge an, lagern Ware auf bereits belegte Plätze ein oder übersehen Bestände auf oberen Ebenen.

In Lagern ab 500 Stellplätzen wird diese Problematik besonders spürbar. Jeder fehlende oder unleserliche Aufkleber erzeugt Suchzeit, die sich über Hunderte von Picks pro Tag aufaddiert.

↑ Nach oben

Warum ist eine systematische Lagerkennzeichnung für KMU und Logistikzentren in Deutschland entscheidend?

In deutschen KMU und Logistikzentren treffen hohe Durchsatzanforderungen auf begrenzte personelle Ressourcen. Wenn Lagerverantwortliche mit weniger Personal mehr Aufträge abwickeln müssen, wird jede eingesparte Minute am Regal zum messbaren Vorteil.

Eine eindeutige Lagerkennzeichnung reduziert Suchzeiten und Fehlkommissionierungen. Unternehmen, die ihre Stellplätze konsequent adressiert und visuell gekennzeichnet haben, berichten von einer Verringerung der Wegezeiten um bis zu 20 % und einer Senkung von Fehlplatzierungen um bis zu 30 %.

Hinzu kommen regulatorische Anforderungen: DIN EN 15635 und DGUV Regel 108-007 verpflichten Betreibende, ortsfeste Regale mit Belastungswarnhinweisen und Prüfplaketten zu versehen. Fehlende Kennzeichnung bedeutet im Schadensfall ein erhebliches Haftungsrisiko.

Das bedeutet: Professionelle Regalkennzeichnung ist nicht nur ein Effizienzthema, sondern auch ein Compliance-Faktor, der bei Audits und Versicherungsprüfungen eine zentrale Rolle spielt.

↑ Nach oben

Welche Normen und Vorschriften gelten für die Regalkennzeichnung in Deutschland?

DIN EN 15635: Pflichten für Betreibende ortsfester Regalsysteme

Die DIN EN 15635 regelt die Anwendung und Wartung von ortsfesten Regalsystemen aus Stahl. Sie schreibt vor, dass an jedem Regalfeld die maximale Fachlast, Feldlast und Gesamtlast dauerhaft sichtbar angebracht sein muss. Zusätzlich sind Herstellerangaben und eine regelmäßige Regalinspektion vorgeschrieben.

Die Norm unterscheidet zwei Prüfebenen: eine wöchentliche Sichtprüfung durch geschultes Lagerpersonal und eine jährliche Experteninspektion durch Fachkundige nach TRBS 1203. Beide Prüfungen müssen dokumentiert werden, und der aktuelle Prüfstatus muss über Prüfplaketten am Regal erkennbar sein.

Jahresprüfplaketten werden in Jahresfarben geführt, sodass abgelaufene Prüfintervalle sofort erkennbar sind. Die Kosten für ein Prüfplaketten-Set liegen bei drei bis acht Euro pro Regalfeld.

↑ Nach oben

DGUV Regel 108-007 und DGUV Information 208-043

Die DGUV Regel 108-007 definiert Grenzwerte für ortsfeste Regale und fordert, dass individuelle Belastungsschilder die tatsächlich zulässigen Lasten angeben. Die DGUV Information 208-043 gibt praktische Hinweise zur Sicherheit von Regalen, einschließlich der Kennzeichnung beschädigter Bereiche mit Sperrschildern.

Beschädigte Regalfelder müssen sofort gesperrt und sichtbar markiert werden. Die Wiederfreigabe erfolgt erst nach fachgerechter Reparatur und erneuter Prüfung. Ein dokumentiertes Verfahren für Sperrung und Freigabe schützt Betreibende vor Haftungsansprüchen.

↑ Nach oben

Wie bauen Sie ein Adressierungssystem für Ihr Lager auf?

Hierarchischer Aufbau der Lagerplatzadresse

Eine praxistaugliche Lagerplatzadresse folgt einem hierarchischen Schema. In der DACH-Region hat sich ein vier- bis fünfstufiger Aufbau bewährt: Zone oder Lagerbereich, Regalreihe, Fach (horizontale Position), Ebene (vertikale Position) und optional eine Unterposition für Doppellagerplätze.

Ein typischer Stellplatz wird dann als A-12-05-03 adressiert: Zone A, Regalreihe 12, Fach 05, Ebene 03. Zweistellige Nummerierungen mit Lücken (01, 03, 05) schaffen Reserven für spätere Erweiterungen, ohne das gesamte System umnummerieren zu müssen.

Dokumentieren Sie die Leserichtung für alle Beteiligten. In den meisten Lagern wird von links nach rechts und von unten nach oben nummeriert. Diese Konvention muss konsequent eingehalten werden, damit neue Mitarbeitende sich ohne lange Einweisung orientieren können.

↑ Nach oben

Farbcodierung als visueller Orientierungsanker

Jede Lagerzone erhält eine eigene Farbe, die sich auf Regaletiketten, Gangschildern und Bodenmarkierungen wiederfindet. Für Staplerfahrende, die aus mehreren Metern Entfernung den richtigen Stellplatz ansteuern, ist die Farbcodierung oft entscheidender als der aufgedruckte Barcode.

ORGATEX bietet hierfür farbige Etikettenträger und Magnetschilder in allen gängigen 5S-Farben an. Die farbliche Unterscheidung ermöglicht ein schnelleres Lokalisieren von Regalen und Stellplätzen, besonders in Lagern mit vielen parallelen Gängen.

Wählen Sie Farben, die sich auch bei künstlicher Beleuchtung klar voneinander unterscheiden lassen. Rot, Gelb, Blau, Grün und Schwarz haben sich in der Praxis als gut unterscheidbare Kombination bewährt.

↑ Nach oben

Welche Materialien und Befestigungssysteme eignen sich für die Regalkennzeichnung?

Magnetische Kennzeichnungslösungen

Magnetische Etikettenträger eignen sich für Metallregale mit variablen Stellplatzbelegungen. Sie lassen sich rückstandslos entfernen und neu positionieren, wenn sich die Lagerstruktur ändert. Das scannerlesbare Klarsichtprofil ermöglicht ein schnelles Austauschen der Belege.

ORGATEX Magnet-Lagerschilder bieten starke Haftkraft auch an vertikalen Regalstützen. Die dreiseitig geöffneten StandardLabel-Profile erlauben das Einstecken und Wechseln von Kartoneinlagen mit Barcodes, Artikelnummern oder Farbcodes.

Magnetische Etikettenträger sind in verschiedenen Standardgrößen verfügbar: von 38 x 75 mm für einzelne Fachpositionen bis 80 x 200 mm für großflächige Regalfeldkennzeichnung.

↑ Nach oben

Selbstklebende Einsteckschilder

Bei festen Lagerplätzen und variablen Artikeln sind selbstklebende Lösungen eine gute Wahl. Quick-Label-Einsteckschilder von ORGATEX haften mittels Schaumstoffkleber an Regalen, Paletten und Behältern. Der Schaumstoffkleber gleicht Unebenheiten aus, wie sie bei Holzpaletten oder strukturierten Oberflächen auftreten.

Das stabile Klarsichtprofil ist seitlich und nach oben geöffnet, sodass Belege mühelos eingesteckt und ausgetauscht werden können. Barcodes bleiben durch das transparente Profil scannerlesbar.

↑ Nach oben

Flexschilder für belastete Stellplätze

Im unteren Regalbereich sind Kennzeichnungen besonderen Belastungen durch Flurförderfahrzeuge ausgesetzt. Das ORGATEX Flexschild federt nach Kontakt mit einer Palette oder einem Stapler in seine Ausgangsposition zurück. Der Zwei-Komponenten-Aufbau verhindert Bruch und Beschädigungen.

Dieses Lagerschild eignet sich besonders für die Kennzeichnung von Regalebenen in Bereichen mit intensivem Staplerbetrieb, wo konventionelle starre Schilder regelmäßig beschädigt werden. Die Kunststoff-Gripper fixieren das Schild sicher an der Regaltraverse.

↑ Nach oben

Rundrohr-Etikettenhalter für Rohrregalsysteme

Rohrregalsysteme lassen sich mit herkömmlichen Etikettenträgern oft nicht sauber kennzeichnen. Die ergonomisch geformten Rundrohr-Etikettenhalter von ORGATEX bilden mit dem Regalprofil eine Einheit und stehen nicht ab. An der Innenseite angebrachte Griffpunkte haften sowohl an Rund- als auch an Profilrohren.

Das seitliche und nach oben geöffnete Klarsichtfenster ermöglicht ein einfaches und schnelles Wechseln der Kartoneinlagen. Für Lager mit gemischten Regaltypen ist diese Lösung ein wichtiger Baustein im Kennzeichnungssystem.

↑ Nach oben

Etikettenmaterialien nach Lagerbedingungen wählen

Die Materialwahl bestimmt die Lebensdauer der Kennzeichnung. In trockenen, temperierten Fachbodenlagern reichen Papieretiketten mit Schutzlaminat. In Tiefkühllagern, Außenlagern oder Produktionsumgebungen mit Staub, Öl oder Chemikalien sind Polyester-Etiketten die richtige Wahl.

Retroreflektierende Etiketten kommen in Hochregallagern zum Einsatz. Sie ermöglichen Laserscanner-Reichweiten von bis zu 12 Metern, sodass Staplerfahrende die Lagerplatzadresse direkt vom Fahrzeug aus scannen können. Laut einem Fachbeitrag auf industrie-fachwissen.de liegen die Kosten pro retroreflektierendem Etikett zwischen 0,50 und 2,00 Euro.

↑ Nach oben

Wie unterscheiden sich Barcode und RFID bei der Lagerkennzeichnung?

Barcode: Der Standard für die Stellplatzkennzeichnung

In den meisten Lagern ist der Barcode die wirtschaftlichere und zuverlässigere Wahl für die Lagerplatzkennzeichnung. Die Etiketten kosten wenige Cent pro Stück, Handscanner sind in nahezu jedem Lager vorhanden, und die Technologie ist seit Jahrzehnten erprobt.

Der DataMatrix-Code gewinnt gegenüber dem klassischen Strichcode an Bedeutung. Er bietet eine hohe Informationsdichte auf kleiner Fläche und bleibt auch bei Teilbeschädigung lesbar. Code 128 bleibt für allgemeine Logistikanwendungen der Standard.

Für die Stellplatzkennzeichnung ist der Barcode aus einem weiteren Grund sinnvoll: Die Lesegeräte sind bereits Teil der vorhandenen IT-Infrastruktur. Handscanner, Staplerterminals und mobile Datenerfassungsgeräte können ohne zusätzliche Investition genutzt werden.

↑ Nach oben

RFID: Ergänzung für spezielle Anwendungsfälle

RFID kommt dort zum Einsatz, wo die Möglichkeiten des Barcodes enden: bei der Pulkerfassung ganzer Paletten am Wareneingangstor, bei der Echtzeitortung von Ladungsträgern oder wenn kein Sichtkontakt zum Etikett möglich ist. Die Kosten pro Tag liegen deutlich höher als bei Barcodes.

In der Praxis setzen viele Unternehmen auf eine Kombination: Barcode für die Lagerplatzkennzeichnung und Kommissionierung, RFID für die Warenein- und -ausgangserfassung. Diese Aufteilung verbindet Wirtschaftlichkeit mit Geschwindigkeit.

Bevor Sie in RFID investieren, prüfen Sie den konkreten Anwendungsfall. Wenn die Erfassung einzelner Picks im Vordergrund steht, ist der Barcode die robustere Wahl. Für großvolumige Ein- und Auslagerungsvorgänge kann RFID die Buchungsgeschwindigkeit erheblich steigern.

↑ Nach oben

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Regalkennzeichnung in mehrstufigen Lagern einrichten

Schritt 1: Lagerstruktur analysieren und Zonen definieren

Erfassen Sie die vorhandene Regalinfrastruktur: Regaltypen (Fachboden, Paletten, Durchlauf), Anzahl der Regalreihen, Felder pro Reihe und Ebenen pro Feld. Teilen Sie das Lager in logische Zonen ein, etwa nach Warengruppen, Umschlagshäufigkeit oder Temperaturanforderungen.

Erstellen Sie einen detaillierten Lagerplan mit allen Regalreihen und geplanten Zonenzuordnungen. Dieser Plan dient als Grundlage für das Adressierungssystem und die Farbcodierung.

↑ Nach oben

Schritt 2: Adressierungssystem und Farbschema festlegen

Definieren Sie das hierarchische Adressierungsschema mit zweistelligen Nummern und Lücken für Erweiterungen. Legen Sie je Zone eine Farbe fest und dokumentieren Sie die Leserichtung (links nach rechts, unten nach oben) für alle Beteiligten.

Stimmen Sie das Schema mit der IT-Abteilung ab, um sicherzustellen, dass die Adressstruktur im WMS oder ERP-System abgebildet werden kann.

↑ Nach oben

Schritt 3: Befestigungssystem nach Regaltyp und Belastung auswählen

Metallregale mit häufig wechselnder Belegung erhalten magnetische Etikettenträger. Feste Stellplätze werden mit selbstklebenden Einsteckschildern versehen. Im unteren Regalbereich mit Staplerbelastung kommen Flexschilder oder Anti-Stick Etikettenhalter zum Einsatz.

↑ Nach oben

Schritt 4: Etiketten und Kartoneinlagen gestalten

Bestimmen Sie, welche Informationen auf den Etiketten erscheinen: Lagerplatzadresse, Barcode (Code 128 oder DataMatrix), Farbcode und ggf. Artikelbezeichnung. ORGATEX fertigt individuelle Kartoneinlagen mit Texten, Barcodes und Symbolen nach Ihren Vorgaben.

Nutzen Sie vorgestanzte Kartoneinlagen in Standardformaten, um die Druckvorlagen effizient zu gestalten und die Beschriftung schnell umzusetzen.

↑ Nach oben

Schritt 5: Belastungswarnhinweise und Prüfplaketten anbringen

Bringen Sie an jedem Regalfeld die nach DIN EN 15635 vorgeschriebenen Belastungsschilder mit maximaler Fachlast, Feldlast und Gesamtlast an. Installieren Sie ein Prüfplaketten-System in Jahresfarben, um den aktuellen Prüfstatus auf einen Blick erkennbar zu machen.

↑ Nach oben

Schritt 6: Gangschilder und Bodenmarkierungen installieren

Große, farbcodierte Gangschilder (Schrifthöhe ab 50 mm) an beiden Gangenden und an Kreuzungen ermöglichen es Staplerfahrenden, den richtigen Gang aus 10 bis 15 Metern Entfernung zu identifizieren. Ergänzen Sie die Beschilderung durch farblich abgestimmte Bodenmarkierungen zur Zonenkennzeichnung.

Plakatrahmen an Regalstirnseiten bieten zusätzliche Sichtbarkeit und können als Dreieck montiert werden, um aus mehreren Richtungen lesbar zu sein.

↑ Nach oben

Schritt 7: WMS-/ERP-Anbindung prüfen und Stammdaten anlegen

Jede physische Lagerplatzadresse muss als Stammdatensatz im WMS oder ERP-System hinterlegt sein. Der Barcode auf dem Etikett und der Datensatz im System müssen identisch sein. Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme jeden Stellplatz per Testscan.

Fehlerhafte oder doppelte Einträge in den Stammdaten führen zu Buchungsfehlern, die sich in Inventurdifferenzen und falschen Bestandsanzeigen niederschlagen.

↑ Nach oben

Schritt 8: Wartungsintervalle und Kennzeichnungsprüfung definieren

Planen Sie regelmäßige Prüfungen ein: Im Rahmen der wöchentlichen Sichtprüfung nach DIN EN 15635 kontrollieren Sie auch den Zustand der Etiketten. Beschädigte oder unleserliche Kennzeichnungen werden sofort ersetzt, um Fehlbuchungen zu vermeiden.

Legen Sie einen Vorrat an Ersatzetiketten und Kartoneinlagen an, um Ausfallzeiten durch fehlende Materialien zu vermeiden. Schulen Sie das Lagerpersonal, beschädigte Etiketten eigenständig zu melden, damit der Austausch zeitnah erfolgen kann.

↑ Nach oben

Welche typischen Fehler sollten Sie bei der Regalkennzeichnung vermeiden?

Zu knappe Nummerierung ist einer der häufigsten Fehler. Wer Regalreihen lückenlos von 1 bis 20 durchnummeriert, hat keine Reserven für spätere Erweiterungen und muss bei Umbauten das gesamte Adresssystem umnummerieren.

Fehlende Wartung der Kennzeichnung führt dazu, dass Etiketten durch Stöße, Feuchtigkeit oder UV-Einstrahlung unleserlich werden. Die Konsequenz: Kommissionierende scannen den falschen Platz oder lagern Ware am falschen Ort ein.

Uneinheitliche Systeme entstehen, wenn verschiedene Lagerbereiche unterschiedliche Adressierungen oder Farbschemata verwenden. Neue Mitarbeitende benötigen dann deutlich längere Einarbeitungszeiten, und die Fehlerquote steigt.

Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der Belastungskennzeichnung. Fehlende oder veraltete Belastungsschilder an Regalen verstoßen gegen DIN EN 15635 und können im Schadensfall zu erheblichen Haftungskonsequenzen führen.

Auch die fehlende Abstimmung zwischen physischer Kennzeichnung und WMS-Stammdaten ist ein häufiges Problem. Wenn ein Stellplatz physisch existiert, aber im System nicht angelegt ist, entstehen Geisterlagerplätze. Umgekehrt führen Systemeinträge ohne physisches Gegenstück zu Fehlzuweisungen bei der automatischen Einlagerung.

↑ Nach oben

Wie unterstützt ORGATEX Sie bei der professionellen Regalkennzeichnung?

ORGATEX bringt über 50 Jahre Praxiserfahrung in der industriellen Kennzeichnung mit. Das Sortiment für Regalbeschriftung umfasst magnetische Etikettenträger, selbstklebende Einsteckschilder, Flexschilder, Rundrohr-Etikettenhalter, farbige und transparente Varianten sowie individuell bedruckte Kartoneinlagen.

Alle Lösungen sind so konzipiert, dass Belege schnell eingesteckt, gewechselt und scannerlesbar genutzt werden können, praxisnah, unkompliziert und sofort produktiv. Die Materialien sind auf die Belastungen im täglichen Lagerbetrieb ausgelegt, einschließlich des unteren Stellplatzbereichs, wo Flurförderfahrzeuge zusätzliche Beanspruchung verursachen.

Sie können Muster anfragen und die Produkte in Ihrem eigenen Lager testen, bevor Sie sich für ein System entscheiden. Für individuelle Anforderungen steht die Beratung unter +49 2173 10640 zur Verfügung.

↑ Nach oben

Fazit: Regalkennzeichnung als Basis für sichere und effiziente Lagerbetriebe in Deutschland

Eine professionelle Regalkennzeichnung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Systembaustein, der Suchzeiten reduziert, Fehlkommissionierungen senkt und regulatorische Anforderungen nach DIN EN 15635 erfüllt. Der Aufwand für ein durchdachtes Kennzeichnungssystem rechnet sich bereits bei wenigen hundert Stellplätzen.

ORGATEX gibt Ihnen als Praxispartner die Werkzeuge an die Hand, um Ihre Lagerkennzeichnung systematisch aufzubauen und dauerhaft auf dem aktuellen Stand zu halten. Von der Beratung über die individuelle Etikettenfertigung bis zur Auswahl des richtigen Befestigungssystems erhalten Sie alles aus einer Hand.

Beginnen Sie mit der Analyse Ihrer Lagerstruktur und dem Aufbau eines hierarchischen Adressierungssystems. Wählen Sie Materialien und Befestigungen, die zu Ihren Regaltypen und Belastungen passen. Und prüfen Sie regelmäßig, ob alle Etiketten lesbar und alle Prüfplaketten aktuell sind.

Jetzt +49 2173 10640 anrufen und Beratungstermin sichern oder direkt Muster anfragen unter orgatex.com.

↑ Nach oben

FAQs: Professionelle Regalkennzeichnung in Deutschland

Was ist eine Lagerplatzadresse und wie ist sie aufgebaut?

Eine Lagerplatzadresse ist ein hierarchischer Code, der einen physischen Stellplatz eindeutig identifiziert. Sie besteht typischerweise aus Zone, Regalreihe, Fach und Ebene. ORGATEX Etikettenträger sind so konzipiert, dass diese Adressstruktur mit Barcode und Klartext auf dem Etikett abgebildet werden kann.

↑ Nach oben

Welche Normen gelten für die Regalkennzeichnung in Deutschland?

DIN EN 15635 und DGUV Regel 108-007 schreiben Belastungswarnhinweise, Herstellerangaben und Prüfplaketten an ortsfesten Regalen vor. Die wöchentliche Sichtprüfung und die jährliche Experteninspektion müssen dokumentiert werden. ORGATEX Kennzeichnungssysteme unterstützen Sie bei der Einhaltung dieser Vorschriften.

↑ Nach oben

Wann eignen sich magnetische Etikettenträger besser als selbstklebende?

Magnetische Etikettenträger sind die bessere Wahl bei Metallregalen mit häufig wechselnder Stellplatzbelegung. Sie lassen sich rückstandslos entfernen und neu positionieren. Selbstklebende Einsteckschilder eignen sich dagegen für feste Lagerplätze mit variablen Artikeln.

↑ Nach oben

Wie schütze ich Regaletiketten im unteren Stellplatzbereich vor Staplerschäden?

ORGATEX Flexschilder federn nach Kontakt mit Paletten oder Staplern in ihre Ausgangsposition zurück. Der Zwei-Komponenten-Aufbau verhindert Bruch und verlängert die Lebensdauer der Kennzeichnung erheblich, auch bei intensivem Staplerbetrieb.

↑ Nach oben

Kann ich Regaletiketten individuell mit Barcodes und Farbcodes bedrucken lassen?

Ja. ORGATEX fertigt individuelle Kartoneinlagen und Etiketten mit Texten, Barcodes (Code 128, DataMatrix), Farbcodes und Symbolen nach Ihren Vorgaben. Die Einlagen passen in alle gängigen ORGATEX Etikettenträger und sind scannerlesbar.

↑ Nach oben

Welche Etikettenmaterialien eignen sich für Tiefkühllager oder Außenlager?

Für Tiefkühllager und Außenlager sind Polyester-Etiketten die richtige Wahl. Sie sind beständig gegen niedrige Temperaturen, Feuchtigkeit, Öle und UV-Strahlung. In Hochregallagern mit Staplerbetrieb kommen zusätzlich retroreflektierende Etiketten für Langstrecken-Scans zum Einsatz.

↑ Nach oben

Als Head of Sales liegt mein Fokus auf der strategischen Entwicklung und Betreuung von Kunden sowie dem Aufbau langfristiger Partnerschaften. Meine Schwerpunkte liegen in der Digitalisierung von Beschaffungs- und Intralogistikprozessen sowie in der praxisnahen Umsetzung von Lean-Management-Projekten. Dabei verbinde ich strategische Kundenentwicklung mit einem klaren Blick für skalierbare Prozesse, Effizienz und messbaren Mehrwert auf dem Shopfloor.